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Leistungssteigerung durch Regeneration

Leistung spielt in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle. Egal ob im Beruf, im Alltag oder beim Sport, für viele Menschen ist es ganz selbstverständlich in all diesen Bereichen 120 Prozent zu geben. Das ist einerseits positiv, weil sich dadurch Erfolge erzielen lassen, andererseits kann es aber zu auch dazu führen, dass irgendwann der Punkt erreicht wird, an dem man das Gefühl hat, das einfach nichts mehr geht und die Leistungskurve steil abfällt. Beim Sport kann sich dieser Zustand schneller einstellen, als so mancher denkt. Für Leistungssportler ist Regeneration daher mindestens genauso wichtig wie das Training an sich. Im Profisport sehen Experten sogar die größten Reserven in den Erholungsphasen. Im Breitensport wird dieser Bereich allerdings häufig völlig unterschätzt. Dabei kann das Motto „je mehr Training desto besser“ auch schnell gefährlich werden. Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten Fakten über Regeneration hier für euch zusammengetragen.

Warum ist Regeneration so wichtig

Zunächst einmal benötigt jede Form der Belastung auch immer einen Ausgleich, um sich in einem gesunden Gleichgewicht zu bewegen. Was jedoch viele nicht wissen, beim Sport ist Regeneration DIE Voraussetzung dafür, dass das absolvierte Training überhaupt umgesetzt wird. Denn Muskelzuwachs und Leistungssteigerung passieren nie während eines Trainings, sondern immer erst danach. Im Idealfall nutzt der Körper, die Regenerationsphase nach einer Trainingseinheit nämlich nicht nur dazu, das ursprüngliche Leistungsniveau wiederherzustellen, sondern steigert es über dieses hinaus. Alles zum Thema „Superkompensation“ könnt ihr hier nachlesen.

Wenn hingegen Regenerationszeiten nicht eingehalten werden und dabei gleichzeitig Trainingsvolumen und –intensität zu hoch sind, passiert das genaue Gegenteil. Das Leistungsniveau sinkt, Muskeln und Gelenke beginnen dauerhaft zu schmerzen, das Immunsystem wird schwächer und der Körper ist empfänglicher für Infekte, es kommt zu Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und der Hormonhaushalt gerät durcheinander, was zu einer Vielzahl von Problemen führt. In diesem Fall sprechen Experten von einem Übertraining. Dieses ist nicht nur extrem schädlich, sondern auch gefährlich, da neben allen genannten Punkten auch das Verletzungsrisiko in diesem Zustand massiv steigt.

Ist Muskelkater immer ein Zeichen für Überlastung?

Bis vor wenigen Jahren wurde in der Sportmedizin davon ausgegangen, dass Übersäuerung – genauer gesagt ein Überschuss an Laktat in den Muskeln – für einen Muskelkater verantwortlich ist. Heute weiß man, dass es sich dabei um mikroskopisch kleine Risse in der Muskulatur handelt, die bei starker Belastung entstehen. Obwohl Muskelkater uns unseren Alltag ganz schön erschweren kann, ist er grundsätzlich völlig harmlos und eine ganz normale Reaktion des Körpers auf eine intensive Belastung. Aber auch hier gilt Regeneration als Schlüssel. Auf keinen Fall solltest du bei einem starken Muskelkater die betroffene Muskelgruppe intensiv belasten. Das Verletzungsrisiko ist dann höher und das Gerücht, dass sich Muskelkater am besten durch erneutes Training heilen lässt, schlichtweg falsch.

So unterstützt du deinen Körper bei der Regeneration

Schlaf spielt der Regeneration naturgemäß eine entscheidende Rolle. Nur wer ausreichend schläft, bietet seinem Körper die entsprechende Hilfestellung, die er zur Erholung benötigt. Du kannst deinen Körper jedoch auf Vielfältige Weise bei der Regeneration unterstützen und, was besonders wichtig ist, Regeneration bedeutet keineswegs, dass du dich so wenig wie möglich bewegen sollst. Im Gegenteil, moderate Bewegung – am besten in der frischen Luft – ist eine wahre Wohltat für den Körper und fördert die Regeneration indem Muskeln durchblutet und mit Nährstoffen versorgt werden.

Neben moderater Bewegung wird die Regeneration durch alles begünstigt, was unserem Körper und Geist guttut. Sanfte Yogaeinheiten, Massagen, ein Saunabesuch, Meditationsübungen, das Ausrollen von Körperpartien mit einer Faszienrolle, sanftes Dehnen, lockeres Schwimmen – all das hilft unserem Körper dabei, sich zu entspannen und Kraft zu sammeln für die nächste Trainingseinheit, aber auch für den Alltag und seine vielen Herausforderungen. Auf keinen Fall solltest du Regenerationszeit als verlorene Stunden betrachten oder gar ein schlechtes Gewissen haben, weil du nicht trainierst. Denn nur wer seinem Körper auch Gutes tut und ihn zur Ruhe kommen lässt, kann volle Leistungsfähigkeit von ihm erwarten.

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